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Street Dog Slaughter: Offener Brief an die marokkanischen Behörden

Schlachtung von Straßenhunden: Offener Brief an marokkanische Behörden und gewählte Amtsträger

Das Problem der Straßenhunde in unseren Gemeinden erfordert dringende und mitfühlende Aufmerksamkeit. Die Ausrottung von Straßenhunden stellt nicht nur keine langfristige Lösung dar, sie wirkt sich auch negativ auf den internationalen Ruf, den Tourismus und das kulturelle Image Marokkos aus. Wir, die Gesellschaft zum Schutz der Tiere Marokkos, setzen uns für einen humanen und wirksamen Ansatz beim Management der Straßenhundepopulation ein. Im Folgenden erklären wir, warum Holzeinschlag kontraproduktiv ist, und schlagen nachhaltige Alternativen vor, die unseren Werten entsprechen und das durch diese mittelalterlichen Praktiken getrübte Image unseres Landes verbessern werden.

Zu Händen des marokkanischen Innenministeriums, an Walis, Gouverneure, Gemeindepräsidenten und Parlamentarier:

Seit 1956 hat der marokkanische Staat unnötig und wirkungslos Millionen Hunde abgeschlachtet. Wir, die Gesellschaft zum Schutz der Tiere Marokkos, laden Sie ein, das Töten von Straßenhunden zu überdenken und ihm ein für alle Mal ein Ende zu setzen, indem Sie stattdessen humane und wirksame Methoden zur Bewirtschaftung der Hundepopulation in unseren Gemeinden anwenden.

Argumente gegen das Schlachten:

1. Ineffizienz und Unmenschlichkeit:

1.1. Kurzfristige Lösung: Die Keulung ermöglicht nur eine vorübergehende Reduzierung der Zahl der Straßenhunde. Der Vakuumeffekt, der durch das Töten von Hunden entsteht, führt zu einem Zustrom neuer Hunde in das Gebiet (die möglicherweise Tollwut übertragen), um die Gebiete neu zu bevölkern (“Die Natur verabscheut ein Vakuum”), Hündinnen gebären mehrmals im Jahr, ihre Würfe sind größer und je mehr Ressourcen zur Verfügung stehen, desto besser ist die Überlebensrate dieser Würfe, was alle Bemühungen zur Populationskontrolle schnell zunichte macht.
1.2. Grausamkeit: Der Prozess ist unmenschlich und verursacht den Tieren unnötiges Leid. Der humane Umgang mit Tieren spiegelt unsere gesellschaftlichen Werte und unseren Respekt vor dem Leben wider.

2. Öffentliche Gesundheit und Sicherheit:

2.1. Tollwutbekämpfung: Die Keulung ist keine wirksame Bekämpfung der Tollwut. Impfprogramme haben sich als viel wirksamer erwiesen, wenn es darum geht, Tollwutfälle zu reduzieren und Menschen und Tiere zu schützen. Ein geimpfter Hund wird zu einem Gesundheitsagenten, der den Menschen schützt.
2.2. Sicherheit in der Gemeinschaft: Kastrierte und geimpfte Hundepopulationen neigen weniger dazu, aggressives Verhalten zu zeigen als neue, ungeimpfte Straßenhunde, die die durch die Keulung entstandene Lücke füllen.

3. Auswirkungen auf nationales Branding und Tourismus:

3.1. Negative Wahrnehmung: Die Tötung von Straßenhunden führt international zu einem negativen Bild Marokkos. Touristen, die solche Praktiken beobachten oder davon hören, sind schockiert und beunruhigt über den Zustand der Tiere in Marokko und ihre Misshandlung.
3.2. Rückgang des Tourismus: Viele Touristen entscheiden sich dafür, nicht nach Marokko zurückzukehren, nachdem sie Szenen mit Tierquälerei erlebt haben. Dies wirkt sich nicht nur auf die Tourismuseinnahmen aus, sondern schädigt auch den Ruf des Landes als gastfreundliches und mitfühlendes Reiseziel. Darüber hinaus haben viele Touristen ihre Absicht zum Ausdruck gebracht, Marokko zu boykottieren, solange das Land weiterhin Hunde schlachtet.
3.3. Auswirkungen auf die Familie: Gewalttätige Szenen von Tierquälerei können nachhaltige Auswirkungen auf Kinder haben und ihr Verhalten und ihre Wahrnehmung von Tieren im Laufe ihres Heranwachsens stören.

4. Religiöses und kulturelles Bild:

Islamische Werte: Der Islam lehrt Mitgefühl und Freundlichkeit gegenüber allen Geschöpfen. Die Tötung von Straßenhunden widerspricht diesen Grundsätzen und beeinträchtigt die Wahrnehmung Marokkos als ein Land, das die islamischen Werte der Barmherzigkeit und des Respekts vor dem Leben verteidigt.

Eine nachhaltige und humane Alternative:

1. Programme zum Einfangen, Neutrum, Impfen und Freilassen (TNVR):
1.1. Bevölkerungskontrolle: TNVR reduziert im Laufe der Zeit effektiv die Anzahl der Straßenhunde. Kastrierte Hunde vermehren sich nicht mehr und die Gesamtpopulation nimmt allmählich ab.
1.2. Gesundheit und Verhalten: Kastrierte Hunde neigen seltener dazu, umherzustreifen, zu kämpfen oder aggressives Verhalten zu zeigen, was zu sichereren Gemeinschaften führt.

2. Impfkampagnen:

2.1. Krankheitsprävention: Regelmäßige Impfkampagnen gegen Tollwut und andere Krankheiten reduzieren die Gesundheitsrisiken durch Straßenhunde deutlich.
2.2. Öffentliche Gesundheit: Gesunde, geimpfte Hundepopulationen tragen zum allgemeinen Wohlbefinden der Gemeinschaft bei und verringern so die Ausbreitung zoonotischer Krankheiten.

3. Engagement und Bildung in der Gemeinschaft:

3.1. Sensibilisierungsprogramme: Die Aufklärung der Öffentlichkeit über verantwortungsvolle Haustierhaltung, die Bedeutung der Sterilisation und der humanen Behandlung von Tieren fördert einen gemeinschaftsbasierten Ansatz zur Lösung des Straßenhundeproblems.
3.2. Freiwilligenprogramme: Die Ermutigung lokaler Gemeinden, an Freiwilligenprogrammen zur Fütterung, Überwachung und Pflege von Straßenhunden teilzunehmen, schafft eine mitfühlende Gesellschaft und entlastet die kommunalen Ressourcen.

4. Tierheime und Adoptionsinitiativen:

4.1. Rettung und Adoption: Die Schaffung weiterer Tierheime und die Förderung der Adoption können vielen Straßenhunden ein Zuhause bieten und so ihre Zahl auf der Straße verringern.
4.2. Unterstützungsprogramme: Durch die Unterstützung von Tierschutzvereinen in Bezug auf Finanzierung, Versorgung und tierärztliche Versorgung wird sichergestellt, dass gerettete Tiere gut versorgt und erfolgreich untergebracht werden.

5. Obligatorische Maßnahmen für den Erfolg unseres Vorschlags:

5.1. Gesetzgebung: Die Verabschiedung umfassender und fortschrittlicher Tierschutzgesetze ist für den Schutz und die humane Behandlung von Straßenhunden von entscheidender Bedeutung. Diese Gesetze sollten Bestimmungen für die humane Behandlung von Tieren, die Festlegung von Standards für Tierheime und Strafen für Grausamkeit enthalten. Darüber hinaus ist es wichtig, Hundezuchtbetriebe und den Verkauf von Tieren in Geschäften zu verbieten, um eine weitere Belastung der Straßenbevölkerung zu vermeiden und sicherzustellen, dass Haustiere aus verantwortungsvollen Quellen stammen.

5.2. Umsetzung der Regelungen zur Heimtierhaltung: Impfung, Sterilisation und Identifizierung. Es ist wichtig, diese Vorschriften durchzusetzen, die Hundebesitzer dazu verpflichten, ihre Haustiere zu impfen, zu sterilisieren und mit Mikrochips zu versehen. Dies gewährleistet nicht nur die Gesundheit und Sicherheit von Haustieren und Bürgern, sondern trägt auch dazu bei, die Straßenhundepopulation zu kontrollieren und zukünftige Aussetzungen zu verhindern.

Abschluss:

Die Einführung humaner und wirksamer Strategien zur Bewältigung der Straßenhundepopulation ist nicht nur ein moralisches Gebot, sondern auch eine praktische Lösung, die der öffentlichen Gesundheit, der Sicherheit und der Harmonie in der Gemeinschaft zugute kommt. Es stärkt auch Marokkos Image als humane und mitfühlende Nation, die sowohl an modernen ethischen Standards als auch an islamischen Lehren ausgerichtet ist.

Wir laden Sie ein, mit uns und anderen Tierschutzorganisationen zusammenzuarbeiten, um TNVR-Programme, Impfkampagnen und Bildungsinitiativen in der Gemeinde umzusetzen. Gemeinsam können wir eine mitfühlende und nachhaltige Zukunft für Mensch und Tier in Marokko schaffen.

Vielen Dank für Ihre Rücksichtnahme.

Aufrichtig,

Die Gesellschaft zum Schutz der Tiere Marokkos (SPA Marokko)

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